MessenNewsletterPresseStudien
Im Bild links Dipl.-Ing. Johannes Lunz, Geschäftsführer von BRZ

Engagierte Jungunternehmer trafen sich in Leipzig

Mit einem rundum positiven Teilnehmerfeedback endete das diesjährige Treffen der Vereinigung junger Bauunternehmer des ZDB in Leipzig. Die Veranstaltung bot mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, Diskussionsrunden und Vorträgen eine gelungene Mischung aus Information und Austausch.

Neuer Schwung und mehr Bedeutung

Der neue Vorsitzende Dipl.-Ing. Christian Frölich, der die Tagung eröffnete, machte deutlich, wie wichtig es ist, sich politisch zu engagieren und politisch zu artikulieren. "Engagement und gutes Networking" – das ist das Credo des geschäftsführenden Gesellschafters des Baugeschäfts August Frölich GmbH.

Sein Ziel: Mehr junge Unternehmer zu mobilisieren, für ihre ureigenen Interessen einzutreten. 

Nach der Hauptversammlung am Donnerstag begeisterte vor allem die BMW-Werksbesichtigung durch die Präzision in der Logistik und der beeindruckenden Professionalität der Markenführung, die sich auch in der Mitarbeitermotivation zeigte. Den Ausklang fand der erste Abend in dem berühmten Kabarett Pfeffermühle und einem Besuch in Auerbachs Keller.

Gut aufgestellt – erfolgreich am Markt durch gute Beratung

Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen höherer Produktivität. Moderiert von Markus Othmer diskutierten der Hauptgeschäftsführer des ZDB, RA Felix Pakleppa, der Vorsitzende der Vereinigung Junger Bauunternehmer, Dipl.-Ing. Christian Frölich und Dipl.-Ing. Johannes Lunz, Geschäftsführer von BRZ Ansatzpunkte für einen besseren Markterfolg in einem schwierigen Umfeld.

Warum wird in der Bauwirtschaft kein Geld verdient?

In seinem Impulsvortrag ging Johannes Lunz der Frage nach, warum die Bauwirtschaft mit derart schlechten Renditen zu kämpfen hat und warum es so schwierig ist, dem andauernden harten Preiskampf zu entgehen. Gründe findet er vor allem in der Besonderheit der spezifischen Marktstruktur, die in weiten Teilen durch ein Nachfragemonopol geprägt ist. Dazu beschleunigen fehlende Markteintrittsbarrieren einen zunehmend ausufernden Wettbewerb mit stetigem Preisverfall. Die wachsende Tendenz, Projektrisiken auf Bauunternehmer abzuwälzen, lässt erzielbare Margen weiter sinken. Vor allem, da es nicht gelingt, den Preis- in einen Qualitätswettbewerb zu überführen, obwohl in der VOB/A ein mehrstufiges Wertungssystem vorgeschrieben ist.

Was Bauunternehmen tun können

Die anschließende Diskussion zeigte auf, dass Bauunternehmen – aus den genannten Gründen – mehr denn je gefordert sind, den langfristigen Unternehmenserfolg mit Beratung und geeigneten Strategien sicher zu stellen. Johannes Lunz machte deutlich, dass es vor allem die Projektakquisition ist, in die mehr Zeit investiert werden muss. Dazu müssen die Unternehmer sich zum einen mehr mit der Analyse ihrer Gewinn- und Verlustbaustellen beschäftigen, um erfolgsversprechende Geschäftsbereiche zu erkennen. Aber auch die Kundenbetreuung und die intensive Beschäftigung mit Kundenwünschen benötigt mehr Zeit. Dafür muss den Unternehmern auch der Rücken frei gehalten werden.

Freiräume schaffen

Eine Möglichkeit liegt in der Auslagerung von kaufmännischen Verwaltungsaufgaben wie Lohnbuchhaltung und Rechnungswesen. Eine gut organisierte kaufmännische Verwaltung spart nicht nur Zeit, sondern ermöglicht auch stets topaktuelle und übersichtliche Informationen. Nur so können Unternehmer im Blick behalten, wie es finanziell und kostenmäßig um den Betrieb bestellt ist, verfügen über realistische Kalkulationsansätze und profitieren über ein transparentes Reporting auch bei Bankengesprächen.

Gut beraten

Für die richtigen Rahmenbedingungen sorgt der Zentralverband des deutschen Baugewerbes – dies konnten Felix Pakleppa und Christian Frölich mit anschaulichen Beispielen verdeutlichen. Im Tarifvertrag konnten mit der Arbeitszeitflexibilisierung und dem Saison-Kurzarbeitergeld zwei sowohl betriebswirtschaftlich als auch personalpolitisch bedeutende Regelungen eingeführt werden. Mit ihnen ist es gelungen, die Winterarbeitslosigkeit der Bauarbeiter seit 2006 zu halbieren.

Darüber hinaus setzt sich der ZDB seit Jahren erfolgreich für die strikte Einhaltung der VOB ein. So hat er durchgesetzt, dass bei öffentlichen Aufträgen bis zu 250.000 Euro die Unternehmen keine Bürgschaft mehr stellen müssen. Zu nennen ist auch, dass das überaus erfolgreiche CO2-Gebäudesanierungsprogramm nicht wie geplant zusammengekürzt wurde, sondern dass für dieses Jahr immerhin 950 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Ähnliches gilt auch für die Städtebauförderung: Auch hier stand eine Halbierung der Fördermittel im Raum. Dass es dazu nicht gekommen ist und immerhin 450 Mio. Euro Fördermittel genehmigt wurden, ist den Lobbyanstrengungen des ZDB zu verdanken.

Jungunternehmer gesucht!

Eine rundum gelungene Veranstaltung – da waren sich die Teilnehmer einig und freuen sich schon auf das nächste Treffen, das 2012 in Potsdam stattfinden wird. Jungunternehmer sind herzlich willkommen.

Drucken
BRZ Deutschland GmbH | Rollnerstrasse 180 | 90425 Nürnberg
Telefon: 0911/3607-0 | Fax: 0911/3607-0 | info@brz.de | www.brz.de