Nürnberg, 05. Juli 2010 - Kaum eine Branche gilt als derart risikobehaftet wie die Baubranche. Und kaum eine Branche hat gleichzeitig mit vergleichbar niedrigen Margen zu kämpfen. Die immer strengeren Kreditvergaberichtlinien der Banken verstärken den Druck noch weiter. Risikoorientiertes Management und geeignete Risikostrategien bieten ein wirksames Instrumentarium, um diesen Entwicklungen entgegen zu treten und die Risikotragfähigkeit von Bauunternehmen sicherzustellen.
Folgen eines ruinösen Wettbewerbs entgegenwirken
Oft sind es nur wenige, besonders risikobehaftete Projekte, die das ganze Unternehmensergebnis verhageln. Die seit jeher hohen Risiken aus der Vorfinanzierung und Abwicklung von Bauprojekten wurden durch die problematische Preisentwicklung der letzten Jahre und schwer zu prognostizierende Auftragseingänge weiter verschärft. Aufgrund der drastischen Auswirkung von Projektrisiken auf das Unternehmensergebnis stehen die Verantwortlichen in Bauunternehmen aller Größenordnungen mehr oder weniger von der gleichen Aufgabe: Gefragt sind geeignete Maßnahmen, die helfen, Risiken in den Griff zu bekommen.
Organisation des Risikomanagements in der Bauunternehmung
Mit der Risikomanagement-Software von BRZ lassen sich die Risiken – speziell die Bauprojektrisiken – identifizieren und bewerten. Es setzt sich aus den drei wesentlichen Phasen zusammen:
Zunächst werden die Risiken, die im Unternehmen auftreten können systematisch identifiziert und in einem „Risiko-Katalog“ festgehalten. Die gewonnenen Informationen fließen in eine gezielte Vorselektion von Bauprojekten ein. In einem zweiten Schritt werden sie während der Kalkulation bewertet und schließlich für die Bewertung der Gesamtrisiken eines Projektes mit Hilfe mathematisch statistischer Verfahren aggregiert. Dabei werden unter Einbeziehung aller möglichen Szenarien des Projektausgangs Erwartungswerte ermittelt. Diese geben an, wie sich die Risiken auf die Kosten oder den erwarteten Deckungsbeitrag eines Bauprojektes auswirken. Erst mit diesem Kenntnisstand kann betriebswirtschaftlich sinnvoll darüber entschieden werden, ob und zu welchem Preis man sich um Projekte bewirbt und wie hoch der risikobedingte Eigenkapitalbedarf ist.
Wissensmanagement und Risikostrategie
Eine IT-gestützte Vorgehensweise sorgt für mehr Transparenz und ermöglicht die Entwicklung einheitlicher Risikostrategien auf Basis objektiver Risikobewertungen. Die über die Jahre gesammelten wertvollen Erfahrungen einzelner Mitarbeiter werden ebenfalls berücksichtigt und fließen mit den rechnerisch ermittelten Werten sowie den Kalkulationsannahmen in eine Wissensdatenbank. Diese fungiert als Frühwarnsystem und wird als Entscheidungshilfe für zukünftige Bauvorhaben eingesetzt. Parallel dazu wird in einer unternehmensindividuellen Risikostrategie definiert, wie mit identifizierten Risiken künftig umgegangen werden soll.
Risikomanagement erfolgreich im Unternehmen verankern
Risikomanagement ist keine neue Managementdisziplin. Vielmehr ist es eine notwendige Erweiterung bisheriger Planungs- und Controlling-Ansätze. Die systematische Analyse von Gewinn- und Verlustprojekten hilft, Projektergebnisse langfristig zu optimieren und Gefahren zu minimieren. Mit Hinblick auf die andauernde Konjunktur- und Finanzkrise bietet ein nachweisbares Risikomanagement neben dem Plus an Planungssicherheit auch eine verbesserte Basis für die Kommunikation mit der Kreditwirtschaft, optimiert das Rating und damit auch die Konditionen der Kreditbeschaffung.
Einführungsworkshop Risikomanagement
Für Unternehmen, die eine risikoorientierte Projekt- und Unternehmensführung einführen wollen, bietet BRZ in Zusammenarbeit mit dem BWI-Bau ein kompaktes Beratungsangebot:
Der Workshop schafft ein gemeinsames Grundverständnis zum Thema und bietet mit der Ausarbeitung von firmenspezifischen Zielen und Potenzialen sowie einem konkreten Zeit- und Maßnahmenplan zur Umsetzung die ideale Vorbereitung zur effizienten Einführung einer risikoorientierten Projekt- und Unternehmensführung.



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